26. Januar 2020 Mittelschule Roßtal, Neujahrsempfang mit Ludwig Hartmann

Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNE durften am 26. Januar in Roßtal prominente Gäste sowie ca. 100 Besucher begrüßen.

Roßtal: Am Sonntag wurde die Mittelschule in Roßtal zum Treffpunkt zahlreicher Gäste und Besucher. Im Rahmen des Neujahrsempfangs lud der Kreisverband Fürth-Land zu einem gemeinsamen Treffen ein. Ebenso folgten viele Gäste und Redner aus Kommunal-, Landes- und sogar der Bundespolitik der herzlichen Einladung.

Weil wir hier leben…“

In lockeren Gesprächen fanden sich neue und altbekannte Mitglieder und Gäste ab 10:30 Uhr in der Mittelschule Roßtal ein. Schnell füllten sich die aufgestellten Stühle in der liebevoll dekorierten Aula. Die offene Atmosphäre wurde nicht zuletzt geprägt durch parteiübergreifende Gäste aus der lokalen Kommunalpolitik.

Begrüßung: Vom damals zum Heute

Martin Langhammer spricht beim Neujahrsempfang des Kreisverbandes Fürth-Land in Roßtal

Nach der Begrüßung stimmten zur Eröffnung die Grußworte von unserem Spitzenkandidaten Martin Langhammer die Veranstaltung ein. Seine schwungvolle Rede zeigte in einer kurzen Reflektion die Geschichte der GRÜNEN Roßtal. Martin ist mit Herz bei der Sache, was man in seiner Ansprache spürte. Ebenso zur Eröffnung trug die GRÜNE JUGEND Fürth bei. Hierbei überraschte die positive Grundstimmung sowie das „JA“ zur Heimat und zu lokalem Engagement. Darauf ließ es sich der lokale Bürgermeister Johann Völkl (SPD) nicht nehmen, am Podest der GRÜNEN zu sprechen. Seine Ansprache war geprägt von der Geschichte des Ortes. Kurzweilig spannte er einen Bogen über die letzten Jahrzehnte der kommunalen Entwicklung sowie der Zusammenarbeit zwischen den Parteien. Letzteres ist laut ihm ein Zeichen der guten Zusammenarbeit innerhalb der Marktgemeinde Roßtal. Auch nahm er die Zuhörer mit zu einer Reise von der Gebietsreform des Marktes bis zum Heute. Er erinnerte an die Namen der vergangenen Jahre im kommunalpolitischen Bereich. Für die Zuhörer war spürbar, dass ihm konstruktive, kommunale Zusammenarbeit am Herzen liegt. Zumal er für die kommende Kommunalwahl nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Final zeigte er auf die Herausforderungen für den kommenden Gemeinderat und gab sich positiv, dass die Herausforderungen auch künftig gut gelöst werden.

Barbara Fuchs (MdL): GRÜNE Wirtschaft

Flächenversiegelung und Umweltschutz in der Abwägung: Barbara Fuchs

Nachhaltige Wirtschaft und die Rolle der Frau: Barbara Fuchs versteht es, ihre Zuhörer für drängende Themen aus ihrem Bereich zu begeistern. Als Mitglied des Bayerischen Landtages ist sie direkt an der Landespolitik dran und weiß wie der Hase läuft. So zeigte sie die kritische Lage der zahlreichen Automobilzulieferer in Bayern auf und berichtete über die mangelhaften Gegenmaßnahmen der „Söder-Regierung“. In Hinblick auf die schwierige Abwägung zwischen Flächenverbrauch, Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung verwies sie auf den heißen Sommer 2019 in Roßtal, wo es eben um eine solche Abwägung pro oder contra Ansiedelung neuer Betriebe in Roßtal/Buchschwabach ging. Sie gab Einblick in ihr aktuelles Engagement im Gebiet Allersberg, wo es ebenfalls um die Ansiedelung neuer Unternehmen geht. Interessant war für die Zuhörer besonders der Punkt, dass es nicht um die Verhinderung sondern um eine sinnvolle Abwägung und die Abwendung von langwierigen Nachteilen gegen Mensch und Natur geht. Dabei ist auch von Bedeutung, ob ein Gelände als „Gewerbegebiet“ oder „Industriegebiet“ ausgewiesen wird. Anhand von Beispielen aus der Region referierte sie kurzweilig über die gemeinsamen Schnittmengen des wirtschaftlichen Handelns und der ökologischer Ziele.

Uwe Kekeritz (MdB) spricht über FFF

Der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz spricht in Roßtal

Als Bundestagsabgeordneter hat Uwe Kekeritz Einblick in die aktuellen Entwicklungen auf Bundesebene. Es war interessant zu erfahren, wie viele Ankündigungen im politischen Bereich in den letzten Jahren getroffen wurden, die nun jedoch durch die Bewegung Fridays for Future mühevoll eingefordert werden müssen. Demnach ist es für ihn plausibel, dass der vermeintliche Ungehorsam Jugendlicher sowie der starke bürgerliche Protest aufgrund der ausbleibenden bzw. sehr langsamen Reaktion seitens der Bundesregierung legitim und notwendig sind um endlich Gegenmaßnahmen zu den wissenschaftlich erwiesenen Folgen der Klimaerwärmung zu erwirken.

Ludwig Hartmann (MdL)

Ludwig Hartmann über Flächenverbrauch und Landwirtschaft

„Wir sind diejenigen, vor denen uns unsere Eltern damals gewarnt haben.“ Stilvoll frech und fundiert zeigte Ludwig Hartmann interessante Punkte in der Landespolitik auf. Er ist Jahrgang 1978, ursprünglich Kommunikationsdesigner und Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Anhand von einfachen Rechenbeispielen wiederlegte er so manch groß angeprießenes Engagement der CSU und lud zu mehr Einsatz für GRÜNE und ernsthafte Politik ein. Durch kurze Einblicke in seine persönliche Entwicklung im politischen Bereich wurde klar, dass er die Lage seit langem im Blick hat. Seine Einblicke zu Besuchen in Bayern sowie in den regen Austausch mit Bürgern per eMail, Brief und im direkten Dialog wirkten frisch und machten den Alltag des Abgeordneten nachvollziehbar lebendig. Plausibel leitete er über zur Ursache seines hohen Engagements im Bereich Landwirtschaft. Er zeigte klar auf, dass es in diesem Bereich dringend Zeit ist, systemrelevante Änderungen zu vollziehen um die Spirale des derzeitigen Hamsterrades der Landwirte zu durchbrechen. Klar stellte er dar, dass Landwirte/Erzeuger sowie Verbraucher gemeinsam feststellen, dass es so nicht weitergehen kann. Deshalb sei es so wichtig, in den Dialog zu kommen und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Beeindruckend war der rechnerische Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Flächenversiegelung und dem Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe. Final folgte eine kurze Frage-Antwort-Runde mit einer kritischen Nachfrage aus dem Fachbereich der Landwirtschaft.

Angelika Igel für den Landkreis Fürth

Angelika Igel steht als Landratskanditatin für eine solide kommunale Zukunft im Landkreis

Warum bewerbe ich mich als Kandidatin der GRÜNEN für den Landratsposten im Landkreis Fürth? Mit dieser überraschenden Frage begann Angelika Igel die Schlussrede des heutigen Neujahrstreffen in Roßtal. Interessiert folgten die Zuhörer ihrer Erfahrung im Ausland in Bezug auf die Rolle der Frau und auf groß angelegte Monokulturen. Die Ursachen und Folgen von Umweltflüchtlingen machte diese Ausführung greifbar. Sie spannte einen Bogen von ihrer Jugend bis zum Heute und machte eindringlich klar, dass das Artensterben für jeden von uns bereits nachvollziehbare Tatsache ist. So war es laut Angelika Igel vor ein paar Jahrzehnten im Sommer einfach möglich, bunte Blumensträuße auf der heimischen Wiese zu ernten. Heute ist dies nicht mehr der Fall. Ebenso legte sie anhand von Zahlen dar, wie wichtig die Investition in Bildung zur Zukunftssicherung ist. Ebenso zeigte sie auf, welche Risiken in der Missachtung von Entwicklungen der psychischen Gesundheit unserer Gesellschaft liegen. Für sie geht es bei der Kandidatur nicht darum, Karriere zu machen, sondern sie will sich den vielfältigen Herausforderungen stellen und ihr liegt das „in die Hand-nehmen“ einer ganzheitlich-nachhaltigen Zukunft im Landkreis Fürth sehr am Herzen.

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